Verbandsjugendfeuerwehr Wetzlar
Fast 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Timo Gröf   
Sonntag, den 19. März 2017 um 12:28 Uhr

Aßlar-Berghausen. Auf der Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar hat der ehrenamtliche Brandschutznachwuchs viel Lob und Anerkennung erhalten.

In der Jugendfeuerwehr werde Demokratie aktiv gelebt. Das könne man in der heutigen Zeit gar nicht oft genug betonen, sagte Kreisbrandinspektor Rupert Heege. Zugleich solle man stolz darauf sein, dass es den Feuerwehren trotz schwieriger Rahmenbedingungen immer noch gelinge, Jugendliche anzusprechen. Erstmals seit sieben Jahren, seien in den Einsatzabteilungen im Lahn-Dill-Kreis wieder steigende Mitgliederzahlen zu vermelden (um rund 100 auf rd. 3.546 Mitglieder, wie aus dem Jahresbericht 2016 der Abteilung Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz hervorgeht).

Zuvor hatte Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst (Hohenahr-Mudersbach) über das vergangene Jahr berichtet. Zum Jahresende waren 634 Jugendliche, davon 178 Mädchen, in 63 Jugendfeuerwehren aktiv. Das sind 24 weniger als im Vorjahr. 139 Neuaufnahmen standen 128 Austritten und 35 Übernahmen in die Einsatzabteilung gegenüber. Vor 10 Jahren waren noch 980 Jugendliche aktiv, was einem Rückgang von 35% entspricht. Weiterhin hat knapp die Hälfte (31) der 63 Jugendfeuerwehren Nachwuchssorgen. An Unterstützung aus den Reihen der Aktiven fehlt es dabei nicht, denn die 63 Jugendwarte werden durch 107 Stellvertreter und Betreuer unterstützt. Sie boten 2.581 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 1.680 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Hinzu kamen 5.496 Stunden für die Vor- und Nachbereitung sowie 115 Tage für Zeltlager, Freizeiten und Fahrten, wie das Verbandszeltlager in Lohra-Kirchvers oder der Wandertag in Leun.
Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Dagmar Schmidt (SPD) unternahm eine Delegation der Verbandsjugendfeuerwehr eine Mehrtagesfahrt nach Berlin. Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer (CDU) nahmen 34 Jugendliche an einer Führung auf dem Frankfurter Flughafen teil.

Die neu gewählten Mitglieder der Verbandsjugendleitung Nils Gelsebach (l.), Thorsten Koch (2. v.l.) und Sami Kamkar (Mitte) mit Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst (r.) und seinen beiden Stellvertretern Christian Failing (2.v.l.) und Carsten Loh (2.v.r.)
Die neu gewählten Mitglieder der Verbandsjugendleitung Nils Gelsebach (l.), Thorsten Koch (2. v.l.) und Sami Kamkar (Mitte) mit Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst (r.) und seinen beiden Stellvertretern Christian Failing (2.v.l.) und Carsten Loh (2.v.r.)

„Wir können als Land nur den Rahmen setzen, aber das alles funktioniert nur, wenn es Menschen wie euch gibt, die das Ehrenamt ausfüllen“, sagte Irmer in seinem Grußwort. Dem schlossen sich auch der Landtagsabgeordnete Stephan Grüger (SPD), Kreistagsmitglied Nicole Petersen (CDU) und Aßlars Stadtverordnetenvorsteher Paul Djalek (SPD) an. Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber (Grüne) berichtete von einer besonderen Idee zur Nachwuchsgewinnung bei der Berufsfeuerwehr Frankfurt. Für Geburten außerhalb des Krankenhauses seien die Rettungswagen mit Stramplern im Design der Feuerwehr ausgestattet.

Bei den Ergänzungswahlen zur Verbandsjugendleitung wählten die Delegierten Thorsten Koch (Leun-Stockhausen) zum Fachgebietsleiter Übergänger. Er beschäftigt sich dort mit Jugendlichen rund um den Wechsel in die Einsatzabteilung. Das Jugendforum wird zukünftig durch Nils Gelsebach (Braunfels-Bonbaden) betreut. Die Jugendlichen hatten dort bereits Sami Kamkar (Solms-Oberndorf) zum stellvertretenden Jugendsprecher vorgeschlagen, was von der Versammlung bestätigt wurde. Die Entscheidungen fielen einstimmig, jedoch zeigte sich Jüngst enttäuscht, dass von 215 möglichen Delegierten nur 76 anwesend waren. Die Satzung des Verbandes sieht vor, dass für gültige Beschlüsse ein Drittel der Delegierten (72) anwesend sein muss. Ferner beschloss man die Vergabe des Delegiertentags 2018 sowie des Wandertags 2019 nach Hüttenberg.
Die Verbandsjugendfeuerwehr wurde 1967 gegründet. Das 50-jährige Jubiläum soll auf dem diesjährigen Kreiszeltlager der Hilfsorganisationen gefeiert werden. Vom 14. bis 18. Juni schlägt der Nachwuchs von Feuerwehr, THW und den Rettungsdiensten die Zelte am Aartalsee auf. Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Wetzlar, Michael Stroh, wünschte den Jugendlichen hierzu viel Spaß und übergab zum Jubiläum einen Scheck des Verbandes in Höhe von 1.500 Euro.

Die Delegierten trafen sich in der Mehrzweckhalle Berghausen
Die Delegierten trafen sich in der Mehrzweckhalle Berghausen

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. April 2017 um 16:17 Uhr
 
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