Verbandsjugendfeuerwehr Wetzlar
Reiner Jüngst führt Verbandsjugend PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Timo Gröf   
Montag, den 14. März 2016 um 12:57 Uhr

Reiner Jüngst ist neuer Verbandsjugendfeuerwehrwart im Feuerwehrverband Wetzlar. Die Delegierten der Jugendfeuerwehren wählten ihn am 12. März zum Nachfolger von Michael Stroh, der im Vergangenen Jahr zum Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes gewählt worden war.

In geheimer Wahl sprachen sich 91 der 96 Delegierten für Jüngst aus Hohenahr-Mudersbach aus, der bisher eines der beiden Stellvertreter-Ämter begleitete. Als Nachfolger wählte die Versammlung Carsten Loh (Hüttenberg-Rechtenbach). Beide sind bereits seit 2009 in der Verbandsjugendleitung aktiv. Jüngst leitet das Jugendforum, in dem sich interessierte Mitglieder der Jugendfeuerwehren regelmäßig zum Meinungsaustausch treffen. Loh betreut das Fachgebiet Seminare.
Schriftführerin Karin Schäfer (Lahnau-Waldgirmes) trat nach acht Jahren in diesem Amt nicht erneut an. Nachfolger ist Timo Gröf (Ehringshausen-Niederlemp), der seit 2008 das Fachgebiet Öffentlichkeitsarbeit leitet und die Ämter nun in Personalunion ausübt. Wiederwahl hieß es für Bendedit Kummer (Hüttenberg-Rechtenbach), der seit 2014 als Fachgebietsleiter für den Wettbewerb „Jugendflamme“ agiert. Die Verbandsjugendleitung wird durch die Jugendsprecher komplettiert. Das Jugendforum hatte in seiner letzten Sitzung Justin Ligeti (Braunfels-Bonbaden) zum Sprecher und Jamie Dunkel (Wetzlar) als dessen Stellvertreter gewählt. Die Versammlung bestätigte diese Vorschläge.

Die neu gewählte Verbandsjugendleitung

Die Mitglieder der Verbandsjugendleitung (v.l.) Jamie Dunkel, Maximilian Gerth, Reiner Jüngst, Carsten Loh, Alexander Marchel, Christian Failing, Patrick Zipp, Justin Ligeti und Timo Gröf. Es fehlt Benedikt Kummer.

Ehrungen für Stroh, Mehlmann, Schäfer und Rein
Die Versammlung verabschiedete Stroh mit stehenden Ovationen. Insgesamt 11 Jahre gehörte er der Verbandsjugendleitung an und stand dieser nun vier Jahre vor. Davor hatte er sieben Jahre das Fachgebiet Wettbewerbe betreut und war vier Jahre stellvertretender Verbandsjugendfeuerwehrwart. Friedel Mehlmann, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Wetzlar, zeichnete Stroh für besondere Verdienste um die Jugendarbeit mit der Ehrennadel des Feuerwehrverbandes Wetzlar in Gold aus. Mehlmann selbst erhielt für sein langjähriges Engagement auf Verbands- und Gemeindeebene (Hüttenberg) die Ehrenmedaille der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber. Besondere Ehrungen gab es auch für Gerd Schäfer (Lahnau-Waldgirmes) und Lars Rein (Hohenahr-Hohensolms). Schäfer ist seit 30 Jahren Jugendfeuerwehrwart und hat in dieser Zeit eine Vielzahl der heute aktiven Kameraden und Kameradinnen seiner Feuerwehr ausgebildet. Er erhielt für dieses außergewöhnliche Engagement die Ehrennadel des Feuerwehrverbandes Wetzlar in Silber. Rein begleitet dieses Amt seit 15 Jahren. Dafür erhielt er die Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Gold.

Michael Stroh, Lars Rein, Gerd Schäfer und Friedel Mehlmann haben für langjährige Verdienste um die Jugendarbeit in den Feuerwehren besondere Ehrungen erhalten

Michael Stroh, Lars Rein, Gerd Schäfer und Friedel Mehlmann (v.l.) haben für langjährige Verdienste um die Jugendarbeit in den Feuerwehren besondere Ehrungen erhalten

Mitgliederzahlen haben sich in 10 Jahren um ein Drittel reduziert
Zuvor hatte Stroh den Jahresbericht für 2015 vorgelegt. Zum Jahresende waren 650 Jugendliche, davon 178 Mädchen, in 63 Jugendfeuerwehren aktiv. Das sind 55 weniger als im Vorjahr. 112 Neuaufnahmen standen 40 Übernahmen in die Einsatzabteilung und 128 Austritte gegenüber. Vor 10 Jahren waren noch 980 Jugendliche aktiv, was einem Rückgang von 34% entspricht. Entsprechend haben mehr als die Hälfte (34) der 63 Jugendfeuerwehren inzwischen Nachwuchssorgen. An Unterstützung aus den Reihen der Aktiven fehlt es nicht, denn die 63 Jugendwarte werden durch 116 Stellvertreter und Betreuer unterstützt. Sie boten 2.867 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 1.724 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Hinzu kamen 5.986 Stunden für die Vor- und Nachbereitung. Darüber hinaus kamen 121 Tage für Zeltlager, Freizeiten und Fahrten zusammen. So schlugen 140 Nachwuchsbrandschützer im Juli ihre Zelte in Solms-Oberbiel auf. Zum Wandertag trafen sich 200 Jugendliche und Betreuer am Tag der deutschen Einheit in Waldsolms-Brandoberndorf. Theoretisches Wissen, feuerwehrtechnisches Geschick und ihre Fitness stellten 142 Jugendliche bei der Abnahme der Leistungsspange in Wetzlar unter Beweis. Sie ist die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr.

Jugendfeuerwehren sind die Zukunft der Feuerwehren
Sinns Bürgermeister Hans-Werner Bender (parteilos) hatte die Delegierten im Edinger Dorfgemeinschaftshaus im Namen der Gemeinde begrüßt. Landrat Wolfgang Schuster (SPD) Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Stephan Grüger (SPD) und Hans-Jürgen Irmer (CDU) dankten den Delegierten für ihr Engagement und unterstrichen die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehren für den flächendenken Brandschutz. „Die rund 3.400 Aktiven in den Feuerwehren der Städte und Gemeinden im Landkreis sind der Garant dafür, dass binnen 10 Minuten wirksame Hilfe erfolgt“, sagte Schuster. Der Einsatz sei kein Hobby, sondern eine staatliche Aufgabe im Ehrenamt, für die in der Jugendarbeit der Grundstein gelegt werde.
Kreisbrandinspektor Rupert Heege und Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell gratulierten zu den Wahlen und warben für das Großzeltlager der Hilfsorganisationen, das im Sommer 2017 wieder am Aartalsee stattfinden soll.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Mai 2016 um 13:04 Uhr
 
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